Bericht über die Jahreshauptversammlung der Sängerrunde Aufhausen am 14. November 2004!

Alle Mitglieder der Sängerrunde Aufhausen wurden zur Jahreshauptversammlung 2004 ordnungsgemäß eingeladen. Mit dem Sängergruß begann die Versammlung musikalisch um 19.30 Uhr im Gasthaus Helm in Aufhausen/Haid. Nach der Begrüßung unseres Ehrenchorleiters Hermann Wimmer, des 1. Bürgermeisters der Gemeinde Aufhausen Johann Jurgovsky und dem 2. Bürgermeister Franz Kohn sowie aller anwesenden Mitglieder gedachte man den verstorbenen Mitglieder.

Im Anschluss erinnerte unsere Schriftführerin Frau Koch, mit Ihrem Bericht, noch einmal an die Ereignisse seit der letzten Jahreshauptversammlung. Beispielhaft seien hier das Singen in Bodenwöhr (Bilder) und in Pfatter genannt. Die Sängerrunde hat derzeit 145 Mitglieder, aktive und passive. Frau Rester, unsere Schatzmeisterin gab detailliert Einblick in die finanzielle Situation unseres Vereins. Wir konnten zwar einen kleinen Vermögenszuwachs erzielen, doch Karl Huf stellte hier klar, dass dies nur durch zusätzliche Einnahmen aus Singen für Hochzeiten und auch dem traditionellem Weinfest, möglich war. Unser bescheidener Jahresmitgliedsbeitrag in Höhe von 6 Euro würde bei weitem nicht zur Deckung der Kosten ausreichen. Eine Erhöhung steht derzeit dennoch nicht zur Debatte, da wir keine Gewinne erwirtschaften sondern Freude an der Musik verbreiten wollen.

Unsere allseits sehr geschätzte Chorleiterin Josefine Besenreiter dankte für den Fleiß und die Ausdauer im vergangenem Jahr der Sänger und appellierte weiterhin regelmäßig und vor allem auch pünktlich zu den wöchentlichen Proben am Donnerstag zu erscheinen. Bedenklich stimmte auch heuer wieder das Problem des fehlenden Nachwuchses, das leider bei vielen Vereine heutzutage an der Tagesordnung ist.

Frau Franzisi, unsere fleißige Statistikerin, belegte in Zahlen die Sangesfreude der aktiven Mitglieder. Von 36 Singstunden hatten Roswitha Huf und Johann Röckl keine einzige versäumt, auch unser Vorstand brachte es auf vorbildliche 35 Stunden. Dies wurde durch Beifall der Anwesenden gewürdigt. Bedenklich stimmte jedoch der Durchschnitt der bei den Stingstunden teilnehmenden Sänger von 21. In den Vorjahren konnten wir noch 28 verzeichnen.

Hier war wieder der besondere Dank an unsere Chorleiterin notwendig, die selbstverständlich auch an allen Singstunden teilnahm und sicherlich noch viel mehr Stunden ihrer Freizeit für den Verein geopfert hat. Sehr engagiert waren auch Kolomann Sailer, Maria Prenzl und die Vorstandschaft.

Noch einmal appellierte  Karl Huf an alle, doch zum Singen zu kommen, denn unser Verein lebt nur durch und mit Menschen die Freude an der Musik haben. In der Vergangenheit konnten wir sehr zufrieden sein, bisher waren wir immer noch gut, auch wenn wir nicht mehr die Stärke von 35 bis 40 Sängern, wie bei unserem Jubiläum im Jahre 2000 erreichen. Für junge Menschen gibt es heute extrem viele Möglichkeiten ihre Freizeit zu verbringen, ob jedoch Computerspiele und Internetsurfen die Persönlichkeit so prägen wie 90 Minuten singen pro Woche im Verein, ist sehr zweifelhaft. Wie deutlich beschrieb es unser Herr Pfarrer Baier beim Festgottesdienst im Jubeljahr 2000, Menschen die Singen und Musik machen fördern hierdurch ihre soziale Kompetenz. Und diese wird zweifellos immer wichtiger in einer Welt der zunehmenden Kommunikation und Bevölkerung. 

Die erste Entscheidung des Abends war die Abstimmung über eine neue Satzung, damit die Sängerrunde den Rang der Gemeinnützigkeit erhält. Diese ist u. a. Voraussetzung dafür, dass unser Verein dem  VOC (Verein Oberpfälzer Chöre) beitreten kann. Der VOC ist die Nachfolgeorganisation des Oberpfälzer Sängerkreises, der sich vor ca. einem Jahr aufgelöst hat. Ein weiterer Vorteil der Gemeinnützigkeit ist die Möglichkeit den Gönnern unseres Vereins Spendenquittungen ausstellen zu können! Und Spenden sind eine wichtige Finanzierungsgrundlage.

Karl Huf verlas die geplante Satzung und forderte die Anwesenden auf, Unklarheiten sofort zu diskutieren, um notwendige Änderungen umgehend vornehmen zu können. Unser Bürgermeister konnte hier einige interessante Ratschläge geben.

Nach wenigen Änderungen folgte die Abstimmung. Da aufgrund der geringen Teilnehmerzahl keine Beschlussfähigkeit vorlag war eine Abstimmung der 28 anwesenden Mitglieder erforderlich, die Beschlussfähigkeit zu beschließen. Nachdem alle der Beschlussfähigkeit zugestimmt hatten wurde auch die Satzung einstimmig angenommen.

In der Pause wurde die Kasse geprüft und unserer Schatzmeisterin eine vorbildliche Führung bescheinigt.

Die nächste Entscheidung war die Entlastung der Vorstandschaft. Im Anschluss waren die Neuwahlen durchzuführen, die Wahlleiter Franz Kohn übernahm. In den ersten beiden Wahlgängen, die geheim waren, wurden der 1. und 2. Vorstand gewählt. In beiden Fällen gab es lediglich einen Vorschlag und Karl Huf (26 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung, 1 ungültige Stimme) und Koloman Sailer (27 Stimmen, 1 Enthaltung) können ihre erfolgreiche Tätigkeit fortsetzen.

Per Handzeichen erfolgten die Wahl der Schriftführerin (Vorschlag Rosa Koch, gewählt mit 27 Stimmen, 1 Enthaltung), der Schatzmeisterin (Vorschlag Eva Rester, gewählt mit 27 Stimmen, 1 Enthaltung) und der Notenwartin (Vorschlag Roswitha Huf, gewählt mit 28 Stimmen). 

Wieder in geheimer Wahl wurden die Beisitzer gewählt. Nachdem sich wiederum nur die bisherigen dazu bereit erklärten, sich zur Wahl zu Verfügung zu stellen (alle Vorgeschlagenen unter 40 Jahre verweigerten die Nominierung), wurden Hildegard Kohn ( 28 Stimmen), Maria Prenzl (27 Stimmen) und Johann Dallmayer (25 Stimmen) im Amt bestätigt.

Also bleibt alt auch neu und wir können uns wieder auf eine bewährte Mannschaft verlassen.

Der letzte Punkt galt einer allgemeinen Aussprache und sonstigen verschiednen Angelegenheiten.

Das Adventssingen am 28. November 2004 wird wieder mit Mitgliedern der Blaskapelle Toni Schmid stattfinden. Nach der Andacht schenkt die Sängerrunde wieder Glühwein aus und verteilt Lebkuchen und zwar kostenlos. Spenden werden gerne angenommen und kommen Misereor zugute.

Die Vorbereitungen für die Christmette, die sicherlich wieder den geistlichen Höhepunkt in diesem Jahr darstellen,  sind bereits im vollen Gange.

Der Wirt der Stiftsgaststätte plant einen Adventsmarkt am 12. Dezember 2004 und hat hierzu einige Vereine eingeladen. Genaueres erfährt der Vorstand bei einer Besprechung am 18.11.2004.

Am 11.12.2004 ist ein sehr wichtiger Termin für die Sänger um unserem langjährigen Mitglied Frau Huf zum 85. Geburtstag ein Standerl zu singen.

Nächstes Jahr findet eine kleinere Feierlichkeit zum 55jährigem Bestehen der Sängerrunde Aufhausen statt. Der genaue Ablauf muss aber noch geplant werden.

Ehrenchorleiter Hermann Wimmer machte den Vorschlag vielleicht ein Quartett mit jungen Sängern zu bilden, um den Verein auch für andere junge Menschen attraktiv zu machen. In diesem Rahmen könnten auch Musicals dargeboten werden, so wie Uli Huf vorher vorschlug. Karl Huf sicherte hierzu die volle Unterstützung des Vereins zu und forderte die "Jungen" auf hier was auf die Beine zu stellen.

Gegend Ende ergriff Koloman Sailer das Wort und sprach Karl Huf den Dank der ganzen Sänger